Solidarität mit Siemens-Beschäftigten! Solidaritätserklärung des KV Passau

Vor Ort in: Bayern

Die Erklärung im Wortlaut:

Mit dem angekündigten Stellenabbau beweist die Siemensführung um Hr. Kaeser einmal mehr, wie ideenlos das Management auf Veränderungen im Technologiebereich reagiert. Nahezu reflexartig reagiert man mit Stellenstreichung, anstatt auf die Erschließung neuer Märkte zu setzen. Mit einem Konzern, der sich selber gern als Führer in der Technologiebranche sieht, hat dies wenig zu tun. Die Aussage von Hr. Kaeser nach der letzten Umstrukturierung, es herrsche jetzt Ruhe im Konzern, scheint wie eine bewusste Täuschung der Belegschaft.

700 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verlieren allein in Ruhstorf ihren Arbeitsplatz, weil trotz hervorragender Konzernergebnisse auf dem Rücken der Beschäftigten eine rigide Sparpolitik beschlossen wird, die nicht auf Innovationen und neue Produkte setzen möchte. Eine Umsatzrentabilität der Sparte „Process Industries And Drives“ von mehr als fünf Prozent und über sieben Milliarden Euro Gewinn allein im Geschäftsjahr 2015 strafen alle die Lügen, welche behaupten, dass die Ruhstorfer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dem Siemens Konzern nicht zum Erfolg verhelfen würden.

Hier geht es nicht um die Aufgabe eines nicht profitablen Geschäftsfeldes. Dennoch wird ein gesamter Industriestandort geopfert, von dem viele Existenzen abhängig sind.
Gegen diese menschenverachtende Arbeitsplatz- und Standortpolitik des Siemens Konzerns erklärt sich DIE LINKE. Passau solidarisch mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern am Standort Ruhstorf. Wir werden die Beschäftigten bei ihrem Kampf unterstützen. Die früher getroffene Unternehmensvereinbarung, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen gibt, müssen eingehalten werden und dürfen nicht durch unzumutbare Weiterbeschäftigungsangebote untergraben werden.

Die Politiker im Land und der Region sind jetzt gefordert, denn Druck auf Siemens zu erhöhen um der Konzernführung ihre Verantwortung für die Beschäftigten und den Technologiestandort Ruhstorf ins Gedächtnis zu rufen. Außerdem müssen sie jetzt Konzepte auf den Tisch legen, um den Wirtschaftsstandort Ruhstorf zu erhalten. Hierfür bedarf es zukunftsfähiger Projekte, um die hochqualifizierten Mitarbeiter in der Region zu halten.

Download der Soli-Erklärung als PDF

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