DGB-Index Gute Arbeit: Rechte von Beschäftigten bei der Arbeitszeitgestaltung stärken
DGB-Index Gute Arbeit: Rechte von Beschäftigten bei der Arbeitszeitgestaltung stärken

DGB-Index Gute Arbeit: Rechte von Beschäftigten bei der Arbeitszeitgestaltung stärken

DGB Index Gute Arbeit

„Wie der DGB Index Gute Arbeit zeigt, leisten fast zwei Drittel der Vollzeitbeschäftigten in Deutschland regelmäßig Überstunden. Das hat Folgen: Wer auch außerhalb der regulären Arbeitszeit immer für den Chef erreichbar sein muss, lebt in permanentem Stress und setzt seine Gesundheit aufs Spiel. Hier muss dringend etwas geschehen: Die Bedürfnisse der Arbeitnehmer müssen bei der Gestaltung flexibler Arbeitszeiten in viel stärkerem Maße als bisher Berücksichtigung finden“, erklärt Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, zur Vorstellung des DGB-Index Gute Arbeit.

Ernst weiter: „Die Arbeitsverdichtung hat für viele Beschäftigten enorm zugenommen. Seit Jahren wissen wir: Lange Arbeitszeiten machen krank. Die Zahl der Beschäftigten, die auf Grund psychischer Belastungen ihre Arbeit zumindest zeitweise nicht mehr ausüben können, hat sich in den letzten zehn Jahren nahezu verdreifacht. Es ist ja schön und gut, wenn der Arbeitgeber Flexibilität bei der Arbeitszeit verspricht. Es ist jedoch nicht hinnehmbar, wenn das allein Flexibilität zu Gunsten der Unternehmen bedeutet und die Beschäftigten rund um die Uhr für den Arbeitgeber verfügbar sein sollen. Hier müssen den Arbeitgebern klare Grenzen gesetzt werden. Bei der Dauer und der Planung der Arbeitszeit sind auch die Wünsche und Bedürfnisse der Beschäftigten zu berücksichtigen. Was wir brauchen, sind mehr Mitbestimmung und Zeitsouveränität zum Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmer.“

 

Hintergrund: DGB Index Gute arbeit Report 2014 – Mit dem Schwerpunkt Arbeitszeitgestaltung

Im Rahmen des DGB-Index 2014 wurden die Beschäftigten auch danach gefragt, welche Möglichkeiten sie haben, auf die Gestaltung ihrer Arbeitszeit Einfluss zu nehmen. Dabei zeigt sich eine sehr ungleiche Verteilung von Gestaltungsoptionen. Auffällig ist, dass Beschäftigte mit größerer Arbeitszeitsouveränität im Durchschnitt einem geringeren Zeitdruck ausgesetzt sind als diejenigen, die nur einen geringen oder gar keinen Einfluss auf Arbeitszeitgestaltung haben.

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